Moro-Reflex

Der Moro-Reflex ermöglicht den ersten Atemzug direkt nach der Geburt.  Er bereitet das Baby darauf vor, den Kopf in vertikaler und horizontaler Lage zu halten. Kommt es zu einer plötzlichen Lageveränderung über die Mittellinie hinaus, kommt das Gleichgewichtssystem aus der Balance. Das Reflexmuster stellt eine Angstreaktion dar. Wird der Moro-Reflex aktiviert, werden die Verteidigungsmechanismen angesprochen. Stresshormone Adrenalin und Korsisol werden ausgeschüttet. Dadurch werden alle Sinne hypersensibel.

 

Kinder mit offenem Moro-Reflex können folgende Merkmale aufweisen:


- erschwerter Umgang mit Veränderungen - sie sträuben sich oft

  gegen Neues
- schlechte Anpassungsfähigkeit - spielen nicht gerne mit anderen

  Kindern
- erschwerter Umgang mit Kritik - fühlen sich leicht angegriffen
- schwaches Selbstwertgefühl - sie trauen sich selbst wenig zu
- Ängstlichkeit bis zu Panik/Schulangst
- Stimmungsschwankungen
- eventuelle Überempfindlichkeiten aller Sinne

- hohe Geräuschempfindlichkeit - Hintergrundgeräusche können

  nur

  schwer

  ausgeschaltet werden - dadurch mangelnde Konzentration
- mangelnde Ausdauer
- Neigung zu ständig wiederholenden Verhaltensmustern
- Allergien

Tonischer Labyrinth-Reflex

Der Reflex wird aktiviert, bei Veränderung der Kopfposition. Wird der Kopf nach vorne gebeugt, löst es den TLR vorwärts aus. Wird der Kopf in den Nacken gelegt, wird der TLR rückwärts ausgelöst.

 

Beim TLR vorwärts kommt es zu einer allgemeinen Tonuserschlaffung und der Körper des Kindes kommt in die fötale Beugehaltung. Dies kann man sehr schön beobachten, wenn das Baby auf dem Bauch liegt. Bereits im Mutterleib ermöglicht dies dem Kind sich optimal an die Raumverhältnisse anzupassen. Dadurch hat das Kind aber auch einen max. Berührungskontakt mit der Mutter. Das Kind fühlt sich beschützt und geborgen.

 

Wenn das Kind auf dem Rücken liegt ist der TLR rückwärts aktiv und die Streckmuskeln kommen zum Einsatz.  Durch den TLR rückwärts ist das Baby in der Lage sich in der unmittelbaren Vorgeburtsphase mit dem Kopf in den Geburtskanal zu strecken und sich dann mit anderen frühkindlichen Reflexen durch den Geburtskanal zu drehen. Kommt es zu einer Störung des normalen Geburtsvorganges, kann man davon ausgehen, dass der TLR rückwärts nicht zu seinem Höhepunkt gekommen ist. Somit kann er auch nicht richtig integriert werden.

 

Wenn das Kind auf der Welt ist, hilft der TLR dem Kind sich an die neuen Bedingungen der Schwerkraft einzustellen. Durch das Beugen des Kopfes nach vorne vermindert sich der Muskeltonus, jedes Strecken des Kopfes erhöht den Muskeltonus. Dadurch wird die Tiefensensibilität stimuliert und das Kind bekommt die Möglichkeit sein Gleichgewicht, den Muskeltonus und die Tiefensensibilität zu trainieren.

 

Wenn der TLR nicht integriert ist, kann das Auswirkungen haben auf den Muskeltonus und auf das Gleichgewichtssystem. Der Mensch kann sich nie so richtig entspannen. Kinder mit einem offenen TLR vorwärts haben oft einen schwachen Muskeltonus und eine schlechte Haltung. Die Stimulation vom retikulären Aktivierungssystem zum Kortex reicht nicht aus, sodass es auch Probleme mit der Aufmerksamkeit und der Konzentration kommen kann.

 

Kinder mit offenem TLR können folgende Auffälligkeiten aufweisen:

 

TLR vorwärts

- Reisekrankheit
- eingeschränktes Zeitgefühl
- eingeschränkte Organisationsfähigkeit
- schlaffer Muskeltonus
- schlechte Haltung

 

TLR rückwärts

- Zehenspitzengang
- straffer Muskeltonus
- auffällige Halte- und Stellreaktionen
- räumliche Wahrnehmungsprobleme
- Verhinderung von Überkreuzbewegungen

Spinaler Galantreflex

Der Spinale Galantreflex wird ausgelöst, wenn man dem Baby neben der Wirbelsäule vom Nacken zum Kreuzbein entlang streicht. Die Hüfte dreht sich zu dieser Seite, das Bein wird gebeugt. Der Spinale Galantreflex entwickelt sich ab der 15. SW und sollte bis zum 9. Lebensmonat integriert sein. Der Reflex ist entscheidend für die Kopfdrehung während der Schwangerschaft und bereitet das Kind auf die richtige Geburtsposition vor. Während der Geburt unterstützt er die Bewegung des Kindes aus dem Geburtskanal.

 

Der Spinale Galantreflex ist wichtig für die Entwicklung des Gleichgewichtes.

Kinder mit offenem Galantreflex sind oft sehr unruhig und hyperaktiv.

Er kann ausgelöst werden, durch enge Kleidung oder Gürtel oder auch einfach nur durch Anlehnen an den Stuhl und kann so zum Herumzappeln führen.

Die meisten Kinder tragen am liebsten lockere Kleidung. Ist der Reflex nur einseitig offen, kann dies zu einer Skoliose führen. Manche Kinder nässen auch noch über das Alter von 5 Jahren ein. Ältere Kinder lernen die Lenden-wirbelsäule unbewegt zu halten, was als Erwachsener zu starken Rücken-problemen führen kann. Dadurch wird die Koordination von Ober- und Unterkörper sehr beeinträchtigt.

 

Kinder mit offenem Galantreflex können folgende Auffälligkeiten aufweisen:

 

- mangelnde Blasenkontrolle ist möglich

- Bettnässen bei Kindern über das Alter von 5 Jahren hinaus

- Verdauungsstörungen können auftreten

- das Kind kann keine enge Kleidung tragen

- das Kind ist sehr unruhig

- das Kind hat Schwierigkeiten, ruhig sitzen zu bleiben

- daraus ergeben sich dann Konzentrationsprobleme

- schlechtes Kurzzeitgedächtnis ist möglich

- übermäßige Schwatzigkeit kann beobachtet werden

- Skoliose, schiefer Gang und einseitige Hüftrotation fallen auf

- Unruhe und Hyperaktivität

- schlechte Handschrift kann die Folge sein

 

Aktuelles

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Praxis für Potenzialentfaltung Brigitte Ohde